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München – Als am 8. Mai 2010 Neonazis durch Fürstenried marschierten, stoppten gut 300 Gegendemonstranten den Zug. Ihre Blockade hat nun ein juristisches Nachspiel. Jedoch nur für ein Dutzend der Protestierer aus der linken Szene. Andere Nazi-Gegner, darunter bekannte Politiker, werfen der Justiz Willkür vor.

München
Viele Prominente schlossen sich im Mai 2010 dem Protest gegen einen Demonstrationszug von Neonazis an. Auf der Bühne sprachen unter anderem Georg Kronawitter, Christian Ude und Hans-Jochen Vogel. Foto: dpa/archiv

Die Liste derer, die den Nazi-Marsch am 8. Mai 2010 gestoppt haben, ist lang. Darunter bekannte Namen wie der des SPD-Landtagsabgeordneten Florian Ritter, des Fraktionschefs der Münchner SPD, Alexander Reissl, des Münchner Verdi-Geschäftsführers Heinrich Birner und des KZ-Überlebenden Martin Löwenberg. Für sie und viele weitere jedoch hat die Gegendemonstration kein Nachspiel. Gegen gut ein Dutzend Protestierer aus der linken Szene hingegen hat die Staatsanwaltschaft Verfahren eingeleitet. Heute beginnt ein erster Prozess wegen „erheblicher Störung“ des Nazi-Marsches.

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